Der Stephansplatz in Wien zählt zu den bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt. Er ist das geographische Zentrum der Metropole und im weitesten Sinne auch der Hauptplatz der City. Auf jeden Fall ist der berühmte Platz seit dem Jahr 1978 die beliebteste Fußgängerzone des Landes. Der Ruhm des Stephanplatzes reicht einmal um die ganze Welt. Besucher aus Australien, Japan oder Amerika kommen nach Wien, und alles trifft sich im Herzen der Metropole. In der Mitte des Platzes befindet sich ein weiteres Wahrzeichen des Landes, der Stephansdom. Dieser ist ebenfalls ein Must-see in Wien. Auch die beliebten und exklusiven Einkaufsstraßen Graben und Kärntner Straße grenzen an den Platz und er ist der Place-to-go für alle Besucher der Wiener Innenstadt.
Geschichtliches
Als im 12. Jahrhundert die spätere Domkirche erbaut wurde, befand sich der sogenannte Kirchenplatz noch nicht innerhalb der Wiener Stadtmauern. Die Domkirche wurde im Jahre 1147 eingeweiht, doch erst im Jahre 1200 wurde die Stadtmauer so erweitert, dass sich Dom und Domplatz nun auch innerhalb der Stadtmauern befanden.
Im 13. Jahrhundert wurde mit der Bebauung des Platzes begonnen und einige Häuser siedelten sich bereits zu dieser Zeit an, was auch schriftlich dokumentiert ist. Der Pfarrhof wurde im Jahre 1222 errichtet, das Haus des Protonotars 1214, ebenso wie das Haus des Kaplans. 1222 kam ein Haus des Deutschen Ordens dazu. Das Karner Haus wurde 1227 errichtet und ein Gebäude, welches sich im Besitz der Stift Zwettls befand im Jahr 1228. 1237 reihte sich eine Schule ein und im Jahre 1309 wurde ein Priesterhaus errichtet. Zu damaliger Zeit standen Kirche und Platz inmitten eines Friedhofes.
Die Mitte des 13. Jahrhunderts war die Zeit der massiven Stadtbrände und sowohl die Domkirche, als auch der Platz selber litten ebenfalls unter den Feuerbrünsten. Immer wurde rund um den Kirchenplatz gebaut, und dennoch war dieser Platz immer ein Ort der Begegnung. Ob Begräbnisse oder religiöse Prozessionen und Veranstaltungen, Passionsspiele, Märkte, Schaustellungen und sogar Gerichtsprozesse wurden an diesem Platz abgehalten.
Historische Bauwerke rund um den Stephansplatz
Der Stephansdom, auch Domkirche St. Stephan genannt, wurde im Jahre 1137 eröffnet, 1147 geweiht und wurde seit dem Jahre 1365 offiziell als Domkirche, seit 1469 als Kathedrale und seit dem Jahr 1723 als Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien geführt.
Bei dieser Kirche handelt es sich um einen römisch-katholischen Dom, welcher von der Wiener Bevölkerung liebevoll nur Steffl genannt wird. Er ist das Wahrzeichen Wiens und ist auch das Markenzeichen vieler typischen, Wiener Brands. So ziert der Steffl zum Beispiel auch die Marke Manner, eine bekannte und beliebte Süßigkeiten-Marke Österreichs.
Der Steffl wurde in gotischer und romanischer Architektur errichtet. In einem Atemzug wird mit dem Stephansdom auch stets die Pummerin genannt. Bei dieser handelt es sich um die Glocke, die sich im 63,3 Meter hohen Nordturm befindet. Die Pummerin ist die zweitgrößte, frei schwingende Glocke Europas. Die Türme des Steffls sind immer einen Aufstieg wert. Die 343 Stufen, welche in die Türmerstube führt, sind die Mühe wert, denn der Ausblick auf die Stadt ist von hier aus einfach grandios.
Im Stephansdom sollte man die kostbaren Altäre und Kirchenschiffe, aber auch den kostbaren Domschatz besichtigen. Auch die Katakomben laden zu einem Besuch ein. Hier sind viele der ehemaligen Herrscher des Landes in ihren Marmor-Sarkophagen zur letzten Ruhe gebettet.
Doch am Stephansplatz warten noch einige historische Gebäude mehr, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Historisch interessant ist vor allem die Churhausgasse im ersten Wiener Gemeindebezirk. Das Erzbischöfliches Churhaus zeigt noch sehr eindrucksvoll den einstigen Charakter der Gebäude rund um den Domplatz. Doch wer Wien besucht, der wird sich in der gesamten Altstadt an wunderbar erhaltenen, historischen Häusern satt sehen können. Auch das Deutschherrenhaus ist ein Gebäude, das bereits 1222 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Der heutige Kardinal-Innitzer-Hof war ab dem Jahre 1848 das Cafe l’Europe, der Treffpunkt der Fremden und bestand seit 1721 als Bauernfeindsches Haus. Auch das Rothbergers Warenhaus war bereits im Jahre 1893 das Haus eines bekannten Bekleidungskonfektionärs und das Haus in welchem die heutige Bank Austria untergebracht ist, war bereits 1907 als Sparkassengebäude bekannt.
Attraktionen
Was wäre ein Wienbesuch ohne eine Fahrt mit einem Fiaker. Diese Pferdekutschen sind typisch für die Österreichische Hauptstadt. Mit diesem traditionellen Verkehrsmittel erkunden Sie die historische Innenstadt und gelangen herrschaftlich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten.
Wenn Sie während der Adventszeit Wien besuchen, dann sollten Sie sich auf keinen Fall den Weihnachtsmarkt am Stephansplatz entgehen lassen. Hier warten zahlreiche Stände mit herrlichen Leckereien und Kunsthandwerk.
Auch können Sie die Gottesdienste im Stephansdom besuchen. Diese werden regelmäßig an Sonn- und Feiertagen zwischen 7.30 und 21.00 abgehalten. Unter der Woche finden ebenfalls täglich heilige Messen und Andachten statt.
Öffentliche Erreichbarkeit
Der Domplatz und die Stephanskirche kann bequem mit der U-Bahn erreicht werden. Sowohl mit der U1 und der U3 gelangen Sie direkt hierher und steigen an der gleichnamigen Station aus. Auch mit der Straßenbahn 62 und D und mit den Buslinien 2A, 48A, 59A, 5A gelangen Sie rasch und komfortabel zum Stephansplatz.